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Freitag 06. Juli 2018 08:49Alter: 163 days
/ Kategorie: Weltweit

#LetThemLeave: Zwei von drei Mitarbeitenden durften Philippinen verlassen

Zwei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der weltweiten Methodistenkirche, die sich auf den Philippinen an einer internationalen Untersuchung mutmasslicher Menschenrechtsverletzungen beteiligt hatten, waren an der Ausreise aus dem südostasiatischen Land gehindert worden. Inzwischen konnten zwei von ihnen in ihre Heimatländer zurückkehren.

Thomas Kemper (rechts) begrüsst Tawanda Chandiwana am internationalen Flughafen von Manila (Philippinen).

Bischof Ciriaco Q. Francisco (links) betet mit Tawanda Chandiwana ausserhalb des Flughafens. [Bilder: GBGM]

Tawanda Chandiwana aus Simbabwe, Miracle Osman aus Malawi und Adam Shaw aus den USA waren im Auftrag der Behörde für Mission, Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit (GBGM) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) auf den Philippinen tätig. Im Februar waren sie an einem Kontrollpunkt der Polizei in Gewahrsam genommen worden, nachdem sie an einer internationalen ökumenischen Untersuchung mutmasslicher Menschenrechtsverletzungen im Süden des Landes im Gebiet um die Stadt General Santos teilgenommen hatten.

 

In die USA zurückgekehrt

Das GBGM und der Bischofsrat der weltweiten EMK hatten die Regierung aufgefordert, den drei Mitarbeitenden die Ausreise zu erlauben. Ausserdem war im Internet zum Gebet für die drei aufgerufen worden. Inzwischen konnte Adam Shaw das Land wieder verlassen. Er wurde in seine Heimat abgeschoben und ist inzwischen in Brunswick im US-Bundesstaat Ohio angekommen. In einem Videointerview berichtet er von der Rückführung von den Philippinen.

 

Bischof begleitet zum Flughafen

Auch Tawanda Chandiwana wurde aus dem Gefängnis entlassen. Er machte sich gestern auf die Heimreise nach Mutare in Simbabwe. Auf dem Weg vom Gefängnis zum Flughafen in Manila sei er auch von Methodist/innen begleitet worden, unter anderem von Bischof Ciriaco Francisco, der für den Raum Manila zuständig ist, schreibt GBGM-Leiter Thomas Kemper auf twitter. Bischof Ciriaco Q. Francisco zeigte sich in einem Video erleichert über die Freilassung von Tawanda Chandiwana und dankte für die Untersützung und Gebete.

 

Noch immer festgehalten
Der Fall der noch immer festgehaltenen Mitarbeiterin Miracle Osman wird laut der amtlichen Philippinischen Nachrichtenagentur (PNA) noch untersucht. Die Namen aller drei jungen Missionare seien wegen Berichten über «ihre Beteiligung an linken Aktivitäten» auf eine schwarze Liste gekommen, heisst es auf der Internetpräsenz der PNA. - Das GBGM bemüht sich zusammen mit lokalen und internationalen Partnern um die Freilassung von Miracle Osman und ruft auf twitter dazu auf, weiter für sie zu beten.

 

 

Reinhold Parrinello, emk.de / S.F.


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