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Mittwoch 12. September 2018 06:00Alter: 14 days
/ Kategorie: Europa

Zweite methodistische Schule in Ungarn

In vielen Ländern von Mittel- und Südeuropa versuchen die Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche auf ganz unterschiedliche Weise, Kirche für andere zu sein und in der jeweiligen Gesellschaft segensreiche Spuren zu hinterlassen. Manchmal bedeutet dies auch, etwas zu wagen.

Superintendent László Khaled der EMK (links) und Schuldirektorin Erzsébet Kazarján

Am 1. September 2013 übernahm die EMK in Ungarn die Trägerschaft der Forrai-Privatschule in Budapest, eine Oberstufenschule mit einem Schwerpunkt auf Kunstgewerbe. Diesem ursprünglich von der Schule initiierten Schritt waren viele Gespräche, Abklärungen und Gebete vorausgegangen. Zwar wird der Schulbetrieb hauptsächlich vom Staat finanziert. Die Verantwortung für mehr als 400 Jugendliche und Lehrpersonen liegt seither aber bei der Kirche.

 

Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass sich das Wagnis gelohnt hat. Es ist zu vielen wertvollen Begegnungen und Erfahrungen gekommen, und es sind Beziehungen gewachsen, die wirklich tragfähig sind. Drei Mitglieder der EMK sind an der Schule tätig und erteilen den Jugendlichen nicht nur Unterricht, sondern sind auch regelmässig im Team der Lehrpersonen präsent, wo beispielsweise auch eine Bibelgesprächsgruppe angeboten wird. Pastorin Zsófi Pásztor, die ihren Dienst an der Schule im Rahmen einer teilzeitlichen Dienstzuweisung tut, steht auch für Seelsorge zur Verfügung.

 

Die Gegenwart der Kirche im schulischen Alltag wird ausserordentlich geschätzt – und umgekehrt nehmen auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler an Freizeiten der Kirche teil. Ein ganz besonderer Höhepunkt war auch in diesem Jahr das Englisch-Camp mit Lehrpersonen der EMK in Texas (USA). Und weil die Jugendlichen ihre obligatorischen Sozialdienst-Stunden auch in der Kirche absolvieren können, kommt es immer wieder vor, dass sie beispielsweise in Veranstaltungen der Kirche mithelfen oder sich in die Arbeit mit Roma-Kindern in Kürtöspuszta einbringen.

 

Die positiven Erfahrungen blieben auch ausserhalb der Kirche und der Forrai-Schule nicht verborgen. Und so meldete sich im Jahr 2017 mit der «Schola Europa» eine weitere Oberstufenschule in Budapest und fragte die EMK an, ob sie die Trägerschaft übernehmen würde.

 

Wieder folgten Monate des Nachdenkens, Prüfens und Betens. Und so positiv die Erfahrungen mit der Forrai-Schule bisher auch gewesen sein mochten – es war erneut ein Wagnis, vor dem die EMK, die in Ungarn nicht einmal 500 bekennende Glieder hat, stand. Doch die Jährliche Konferenz im Frühling 2018 fand ein Ja, und so konnte die konkrete Umsetzung der Übernahme der Trägerschaft vorbereitet werden.

 

Seit dem 1. September 2018 ist nun auch die «Schola Europa» eine methodistische Schule. Die EMK in Ungarn hat seither eine neue Gelegenheit, als lernende Kirche Ausdrucksformen zu finden, wie der christliche Glaube auch heute noch gelebt werden kann, damit er von Menschen ohne kirchlichen Hintergrund verstanden wird.

 

Quelle: Superintendent László Khaled, Budapest (Ungarn) / Fonds Mission in Europa


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